Banking 4.0 und Digitalisierung


Banking 4.0 und Digitalisierung in der Finanzindustrie

In keiner anderen Branche hatte und hat Banking 4.0 oder einfach die Digitalisierung einen so starken Fokus wie in der Finanzindustrie. Doch was bedeutet Digitalisierung? Gibt es eine Abgrenzung zwischen Banking 2.0, 3.0 oder Banking 4.0? Und was steht hinter Begriffen wie „FinTech“, „RegTech“, „Robo Advisor“, „Blockchain“ oder „Kryptowährung“?

Im folgendem möchten wir einen kurzen Überblick geben und dabei unsere Sichtweise als führendes Beratungshaus für die Finanzindustrie erläutern.

Digitalisierung: alter Hut in neuer Verpackung?

Längst ist das Internet für jeden zugänglich und wird auch von fast jedem genutzt. Das hatte und hat insbesondere bei der Wahl und vor allen dem Vergleich von Finanzmarktprodukten der Endkunden tiefe Umwälzungen zur Folge. Man denke hier zum Beispiel an die Vergleichsportale für Tagesgeld. Egal ob FinTech oder klassische Bank: ohne SEO, also der Search Engine Optimierung, aktive Competitor-Analysen oder der Evaluation von Influencern wie zum Beispiel Vergleichsportalen steht man als Finanzdienstleister auch mit dem besten Angeboten auf verlorenem Posten.

Die CVA Services unterstützt Sie insbesondere in der Auswahl Ihres Providers und liefert exzellentes Content Marketing. Es nützt nämlich wenig einfach die Budgets für meine Google Adwords zu erhöhen. Viel wichtiger ist eine zielgenaue Ansprache, die klare Definition meiner Conversion oder die Nutzung aller digitalen Kanäle unter Berücksichtigung der Kosten. Hier helfen wir unseren Kunden bei der strategischen Ausrichtung im jeweiligen Geschäftsmodell.

Doch Digitalisierung ist noch mehr als das Internet. Es beginnt bei der Verwendung papierloser Übertragungsformen. SWIFT Anbindungen an Stelle von Fax-Bestätigungen sind in der Finanzindustrie schon seit dem letzten Jahrtausend ein Klassiker für Return-of-Investment Projekte und definitiv ein alter Hut. PayPal und Co. sind dann schon aktueller, aber immer noch „von gestern“. In der produzierenden Industrie steht das Wort Zukunft und die allgemeine Vorstellung über Digitalisierung noch eng zusammen: Handelswaren werden in Zukunft viel weniger lokal produziert und dann verschickt. Die Ware wird individuell konfiguriert und dann zum Beispiel mit einem 3D Drucker vor Ort hergestellt. Wir sehen aktuell vor allem Robo Advisor als echte zukünftige Technologie in der Finanzindustrie.

Was ist ein Robo Advisor?

Wie bei vielen Begriffen in der neuen digitalen Welt ist eine klare Definition noch ausstehend. An Stelle eines Fondsmanagers, der die Anlageentscheidung für seinen Kunden trifft, führt dies ein „Roboter“ aus. Doch auch dies ist bereits seit Jahren selbstverständlich, wenn man an die Anlagegrenzen denkt, die ein Fondsmanager einzuhalten hat. Z.B. sollte ein Anleihefonds nicht in Aktien investieren. Hier kommt schon seit Jahren Software für die Anlagengrenzprüfung zum Einsatz.

Ebenso sind Algotrader schon seit längerem aktive Teilnehmer am Kapitalmarkt: ein Algorithmus, der nach klaren statistischen Vorgaben selbstständig Kauf- oder Verkaufsorder generiert. Der Aktiencrash von 1987 ist auf Algotrader zurückzuführen. Und das liegt nun schon über 30 Jahre zurück.

Daher definieren wir als CVA Services den Begriff Robo Advisor vor allem über den „Advisor“, also den Berater an Stelle des Menschen aus Fleisch und Blut. Egal ob über eine Website per Telefon oder anderen digitalen Kanälen. Ob ein Kunde den Berater in der Filiale oder den Robo Advisor vorzieht. Beide müssen seit der Finanzkrise alle regulatorischen Pflichten wie zum Beispiel MiFID einhalten. Hier agiert die CVA Services als Berater der Berater.
Weitere Informationen zu Robo Advisor und die Kategorisierung in „Pure Robos“, „Hybrid Robos“ oder „Advanced Robos“ finden Sie im englischsprachigen Bereich unserer Website:

Robo Advisor (English).

Im Gegensatz zu Algorithmen, die per definitionem immer dasselbe Ergebnis liefern, hält derzeit in der Finanzindustrie die KI (Künstliche Intelligenz) oder AI (Artificial Intelligence) ihren Einzug.

Was ist Blockchain und distributed ledger Technologie?

Blockchain auch bekannt unter distributed ledger technology hat seine prominenteste Anwendung in der Erzeugung von Kryptowährungen. Mehr zu anderen Anwendungen der Blockchain finden Sie im englischsprachigen Bereich unserer Website:

Blockchain (English).

Unsere Top 3 der Blockchain Kooperationen

Hyperledger

Zu Hyperledger gehören neben anderen IBM, die Deutsche Börse oder SAP. Brian Behlendorf ist Direktor des Hyperledger-Projekts.

R3

R3 wurde ausschließlich für Banken entwickelt. JP Morgan war beispielsweise einer der ersten Teilnehmer. Doch Banken wie Goldman Sachs oder JP Morgan Chase verließen R3 wieder. JP Morgan trat in eine neue Allianz ein, die wir als Nummer drei identifiziert haben – EEA:

Enterprise Ethereum Alliance (EEA)

Im Gegensatz zu R3 ist EEA offen und frei verfügbar. Diese open source blockchain wird zum Beispiel genutzt um die Währung Ethereum Classic zu erzeugen. In Sachen Marktkapitalisierung ist der Bitcoin allerdings die größte von über 700 Internetwährungen.

Diskussionen um den Bitcoin?

Andere bekannte Kryptowährungen sind neben Ethereum und Bitcoin zum Beispiel Litecoin, Ripple, Dash oder NEM. Der ganze Markt für Digitalwährungen hat ein Volumen von mehreren Milliarden Dollar, und hier spiegelt der Bitcoin mit der am Abstand größten Marktkapitalisierung knapp die Hälfte wider. Der Bitcoin steht dabei aktuell zugleich vor seiner härtesten Prüfung: Aktivisten streiten um die Zukunft der digitalen Währung. Bitcoin-Anleger kann zwar wenig erschüttern. Sie sind schon Kursstürze von 50 Prozent und mehr gewöhnt. Doch der Grund für die aktuelle Beunruhigung ist sehr ernst. Es geht sogar die Angst um, dass der Bitcoin vor dem Ende steht.
Hintergrund ist eine Diskussion, die hinter den Kulissen seit mehr als zwei Jahren geführt wird. Denn der Bitcoin ist ein Opfer seines eigenen Erfolges geworden. Die zugrundeliegende Technik ist überfordert. Das führt dazu, dass Transaktionen länger dauern und dadurch teurer werden – eigentlich war die schnelle und günstige Abwicklung des Zahlungsverkehrs der große Vorteil des Bitcoins. Blockchain ist nicht gleich Blockchain. So kann zum Beispiel die Größe der einzelnen Blöcke variieren oder auch die Details darüber, was genau in der Blockchain festgeschrieben wird. Und genau darum handelt der aktuelle Streit: So soll die Blockgröße auf zwei Megabyte verdoppelt werden und Transaktionen außerhalb der Blockchain ermöglicht werden. Dadurch versprechen sich die Entwickler deutlich schnellere Transaktionen. Die Aktualisierung nennt sich „Segwit2x“. Ursprünglich sollte sie ein Sicherheitsproblem lösen: Mit diesem soll es möglich gewesen sein, Transaktionen zu manipulieren. Die Gemeinschaft hinter dem Bitcoin streitet nun über den richtigen Weg. Im Grunde geht es darum, ob der Bitcoin ein Zahlungsmittel sein soll oder eher wie ein Investment. Auf der einen Seite dieses digitalen Geldmarktes stehen die sogenannten „Miner“, welche den Bitcoin durch ihre Rechenkapazität erschaffen. Sie verdienen zwar durch die höheren Transaktionsgebühren, sind aber grundsätzlich für eine Erhöhung der Blockgröße. Sie fürchten, dass sonst andere Digitalwährungen dem Bitcoin den Rang ablaufen könnten. Auf der anderen Seite wiederum befinden sich „Core“, eine Gruppe von Entwicklern, die außerdem einen Teil der Transaktionen außerhalb der klassischen Blockchain abwickeln würde. Das würde den Bitcoin weiter dem Mainstream zuwenden und ihn auf den technischen Stand anderer Digitalwährungen wie Ethereum bringen. Doch wenn Daten außerhalb der Blockchain abgewickelt werden würden, würde der Einfluss der „Miner“ sinken. Hier wurde viel Geld für gigantische Serverfarmen ausgegeben und die Investitionen scheinen nun in Gefahr.
Damit Segwit2x verpflichtend kommt, müssen sich mindestens 95 Prozent der Bitcoin-Miner dazu verpflichten, es umzusetzen. Aktuell sind es fast 90 Prozent, Tendenz steigend. Allerdings ist auch nicht mehr viel Zeit: Segwit2x wird ab dem 26. Juli eingeführt. Ab dann müssen die Miner ihre Zustimmung signalisieren. Sollten nicht genug mitziehen und es zu einer Spaltung kommen, würde diese am 1. August erfolgen. Nutzer hätten dann zwei unterschiedliche Bitcoin-Arten in ihrem Guthaben, die beide auf einer eigenen Blockchain basieren würden. Im Zuge der Umstellung warnen die Entwickler davor, Bitcoin zu nutzen oder zu handeln – spätestens zwei Tage vor dem 1. August sollte es eingestellt werden, da sonst die Gefahr von Datenverlusten besteht. Sobald klar ist, wer dieses gewonnen hat, wird es auch am Markt einiges an Bewegung geben. Beide Seiten haben ein starkes Interesse daran, sich zu einigen. Zwar gibt es auch Beispiele, dass so eine Aufspaltung funktionieren kann, aber Investoren wie Miner haben kein Interesse an der folgenden Unsicherheit.
Die Wirrungen haben neben dem Bitcoin auch andere Digitalwährungen auf Talfahrt geschickt. Besonders hart getroffen hat es dabei die kleineren Währungen wie Ethereum: Der Ether, so der Name des Geldes, hat seit dem 12. Juni – als der Bitcoin bei 3000 Dollar auf einem Hoch notierte – ein Minus von über 60 Prozent verzeichnet.

Was ist FinTech?

Hier demnächst mehr zum Thema FinTech, RegTech, InsurTech u.a.

 

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Letztes Update: 19.07.2017